David Kranzelbinder, MAHER – Steiermark

Künstlerischer Leiter des Pavelhauses (Laafeld/Bad Radkersburg).

 

Zehnmal durfte ich bereits in Maher zu Besuch sein. Anfänglich als Teil des Filmteams rund um die Dokumentation „Schwesternherz“. Seit den Dreharbeiten bin ich mit Ausnahme der Coronazeit jedes Jahr in Maher gewesen. Es ist, als ob ich 800 Schwestern und Brüder besuche – eine riesige Familie. Es ist überwältigend zu wissen, dass ich, wenn ich in Pune etwa einen Menschen in bitterster Armut sehe, nur bei Maher anrufen muss und Hilfe möglich ist.  Ich habe das oft so erlebt. Ich als privilegierter Mann aus dem Westen hätte nicht helfen können. Deshalb ist es umso wichtiger solche Strukturen zu unterstützen. Während im Westen Politiker oft nur von Fluchtursachenbekämpfung reden, tun Organisationen vor Ort wirklich etwas, um auch die globale Situation zu verändern. Besonders fasziniert hat mich die Bescheidenheit in der die Gründungsdirektoren Sr. Lucy Kurien lebt. Bei den Dreharbeiten durfte ich ihren Alltag 6 Wochen lang begleiten. Ich sehe in einem Care-turn global die einzige Möglichkeit, der Verteilungsungerechtigkeit wirksam zu begegnen. Dabei kann man von Maher viel lernen und durch eine Unterstützung direkt und nachhaltig helfen.

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